Wandern

Zu Fuß nach Monaco

Auf der Via Alpina von Limone Piemonte bis zum Mittelmeer

Diese abwechslungsreiche Wanderung führt über mehrere Bergsattel an zahlreichen Bergseen vorbei in den Nationalpark Mercantour, wo Gemsen und Steinböcke dem Wanderer Grüß Gott sagen. Im Vallée des Merveilles gibt es frühzeitliche Malereien zu bewundern. Ab dem dritten Tag geht es dann – oft mit Blick bis zum Meer – durch mediterrane Vegetation hinab bis direkt zum Hafen von Monte Carlo.

 

Informationen zu dieser mehrtägigen Wanderung:

http://www.via-alpina.org/de/hike/2

Markierungen wie in der Internet-Seite beschrieben haben wir meistens nicht gefunden, aber mit Karte und wechselnd farbigen Zeichen (häufig gelb) ist der Weg durchwegs gut zu finden. Hinweise mit „itineraire ->“ sollte man unbedingt beachten, sonst steht man kurz vor dem Fort de Giaure (2. Tag) am Abhang einer abgestürzten Militärstraße.

Wir wollten dem Meer entgegen reisen und sind daher mit dem Zug über Verona und Turin angereist und haben in Cuneo übernachtet, Musterbeispiel einer italienischen Provinzhauptstadt. Von dort ist man am nächsten Tag in einer knappen Stunde weiterer Zugfahrt in Limone Piemonte, einem Skiort und dem Startpunkt der Wanderung.

Für die Nacht nach der ersten Etappe kann man die Mountain Lodge von Walter und Anja in Limonetto sehr empfehlen, allerdings braucht man dann für den Weg schon etwas länger als eineinhalb Stunden, denn die Arrucador Boutique Lodge liegt hoch oben überm Ort Limonetto an der alten Römerstraße, der man immer folgt, bis man unter einem Skilift auf der rechten Seite bei der komfortablen Bleibe anlangt. Walter kocht gut und kümmert sich auch um alle anderen Sorgen, zum Beispiel empfahl er uns einen Abstecher zum glasklaren Lac de Peirefique am nächsten Tag und er regelte für uns noch die übernächste Unterkunft im Refuge des Merveilles.

Diese Unterkunft kann man nur über das Internet (http://refugedesmerveilles.ffcam.fr/reservation.html) buchen und sollte dies frühzeitig tun, denn der Weg von Castérino durch das Vallée Valmasque hoch zu den Bergseen beim Mont Clapier und durch das Vallée des Merveilles mit seinem frei laufenden Streichelzoo und am nächsten Tag hoch zum Col du Diable ist der landschaftliche Höhepunkt des Wanderung (3. Und 4. Tag). Im Refuge des Merveilles soll man auch bei der Ankunft gleich angeben, dass man am nächsten Tag ein Picknick-Paket haben möchte. Das Paket war bei uns ein kulinarischer Höhepunkt!

Ab dem Col du Diable sind ausreichend Wasservorräte wichtig, es gibt nur noch in den weit auseinander liegenden Orten Brunnen, zwischen Moulinet und Sospel und Sospel und dem Künstlerort Peillé gibt es zumindset im Juli keine Möglichkeit, Wasser zu schöpfen.

Die Etappe Col de Turini – Sospel (5. Und 6.Tag) haben wir aufgeteilt und in Moulinet übernachtet. Im Juli würde ich das auch unbedingt empfehlen, die beiden Teiletappen haben auch gut gereicht; außerdem kann man in Moulinet unterm Dach der Mairie in einem großzügigen Lager übernachten, was originell und günstig ist. In Moulinet gibt es ungefähr ein Restaurant, Le Grain de Sel, sehr hübsch, es wird gut gekocht, aber Annie mag es nicht, wenn man ohne Reservierung daherkommt (unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel.: 04 93 76 06 03).

Wer nach der langen Wanderung von Sospel nach Peillon (7. Tag) die Energiespeicher gepflegt aufladen will, dem sei die Auberge de la Madone in Peillon empfohlen, dort lebt man halt wie Gott in Frankreich.

Wenn man nach dem grandiosen Abstieg am römischen Siegestempel Tropeum Alpium vorbei hinunter zum Hafen von Monte Carlo (8.Tag) einen Zivilisationsschock befürchtet, dann empfiehlt sich noch die grandiose und kurze Zugfahrt nach Nizza, Billets gibt es im Internet unter https://de.voyages-sncf.com.